Büroräume Erich Mielkes
Von hier aus befehligte der letzte Minister Erich Mielke bis 1989 das Ministerium für Staatssicherheit.
Neben Mielkes Dienst- und Arbeitszimmer inkl. des Sekretariats und dem nach seinen eigenen Wünschen eingerichteten privatem Bereich sind die Büroräume seiner persönlichen Untergebenen und engsten Mitarbeiter sowie der große Konferenzsaal mit angeschlossenem Kasino zu besichtigen.
Nach der Erstürmung des Geländes am 15. Januar 1990 wurden die Räume versiegelt und konnten im Originalzustand erhalten werden.
Operativtechnik des MfS
Die ausgestellte Technik ist in den 60er und 70er Jahren hergestellt worden und war vereinzelt bis 1989 in Benutzung. Das MfS war natürlich auch mit modernster Technik ausgestattet, diese ist im Zuge der Auflösung jedoch weitestgehend "verschwunden". Die Ausstellung umfaßt Überwachungs- und Beobachtungstechnik, beispielsweise Objekte zum Verstecken von Audio- und Fototechnik (so genannte Container), Wanzen, versteckte Infrarotstrahler für Nachtaufnahmen, Waffencontainer (Schießkoffer) und vieles mehr.
Traditionsarbeit im MfS
Traditionsarbeit galt im MfS als fester Bestandteil der politisch-ideologischen und erzieherischen Arbeit.
In dieser Ausstellung zeigen wir Ihnen diverse Objekte, welche im Rahmen der Traditionsarbeit Verwendung fanden und die sich die Tschekisten zu den verschiedensten Anlässen schenkten, sowohl innerhalb des Staatssicherheitsdienstes als auch zwischen den Bruderorganen (zB KGB).
Ein weiterer Teil der Ausstellung ist eine Teilrekonstruktion des Traditionskabinetts der Hauptabteilung VII (HA VII) des MfS aus dem Jahr 1982. Hier wird u.a. das Politisch-operative Zusammenwirken (POZW) mit der Deutschen Volkspolizei dokumentiert.
Widerstand und Opposition
Hier wird die Verfolgung durch und Widerstand gegen die Staatsorgane in Ostdeutschland von 1945 bis 1989 dokumentiert.
Die Diktatur der SED durchdrang alle Lebensbereiche in der DDR, was erlaubt oder verboten war bestimmten die führenden Funktionäre. Die Durchsetzung ihres Willens erfolgte über den Parteiapparat, die Gewerkschaften, den Staatsapparat (einschließlich MfS und Polizei), die Justiz und das Bildungswesen. Schon auf kleinste Abweichungen konnte mit großer Härte reagiert werden.
Sonderausstellung: Dissens und Nonkonformismus

Dazu zählte das Regime wegen ihrer neutralen Haltung auch die Zeugen Jehovas. Nach dem Verbot der Religionsgemeinschaft 1950 wurden tausende Glaubensangehörige inhaftiert und verurteilt. Wehrdienstverweigerer kamen zwischen 1962 und 1985 in Haftarbeitslager. Die Ausstellung zeigt, wie die Glaubensgemeinschaft ihre Religion im Untergrund praktizierte und wie das MfS sie bis zum Ende des Bestehens der DDR "operativ" bearbeitete, um sie zu "zersetzen". Biographische Skizzen illustrieren das Leben unter Verbot.
Sie können sich die dazugehörigen Faltblätter in Deutsch und Englisch als pdf-Datei herunterladen.
Die letzten Jahre
Abschließend dokumentiert dieser Ausstellungsteil die Ereignisse, die schließlich zur Öffnung der Grenze und damit zum Untergang der DDR bis zur Wiedervereinigung Deutschlands führten.





